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Bild: Johannes Martin Conrad - Lizenz: CC BY-SA 3.0

Als S-Bahn bezeichnet man eine Bahnlinie die innerhalb einer Metropolregion verkehrt und im normalfall eigene Bahngleise nutzt. Als Regionalbahn bezeichnet man Bahnlinien zwischen Städten im Nahverkehr.

Die erste öffentliche Eisenbahnstrecke mit regelmäßigem Personentransport war gleichzeitig auch die erste Regionalbahnstrecke. Auf den Schienen der Stockton and Darlington Railway fuhre ab 1825 Pferdeeisenbahnen mit einem Wagen der "Experiment" genannt wurde. 1826 folgten weitere oft völlig überfüllte Fahrzeuge. Bis 1833 wurden Dampflokomotiven auf der Strecke nur für den Güterverkehr verwendet.

Die erste Dampfeisenbahn im Linienverkehr war die Liverpool and Manchester Railway, welche von 1830 bis 1845 in Betrieb war und auf der die berühmte Lokomotive "The Rocket" eingesetzt wurde.

Die erste elektrische Eisenbahn war die Lokalbahn Mödling–Hinterbrühl, welche von 1883 bis 1932 betrieben wurde.

Die erste S-Bahn war die Berliner Ringbahn, welche aus einer innerstädtischen Güterbahn entstand und den Personenverkehr 1872 aufnahm. Bis zur elektrifizierung 1926 wurde die Ringbahn mit Dampflokomotiven betrieben. Seit der Zusammenlegung des Betriebs mit den Berliner Stadt- und Vorortbahnen im Jahr 1930 wurden die Bahnen S-Bahn genannt.

Während moderne S-Bahnen die selbe Stromversorgung nutzen wie die Fernbahnen, fahren sehr früh elektrifizierte S-Bahnen teilweise mit Gleichstromsystemen, welche sonst eher bei U-Bahnen verwendet werden, wie z.B. die erste elektrische S-Bahn, die Berliner Stammbahn, die von 1900 bis 1902 mit Gleichstrom betrieben wurde.

In der heutigen Zeit werden in Ballungsräumen häufiger Nahverkehrslinien in S-Bahn-Linien umgebaut um die Kapazität zu erhöhen und eine größere Anzahl an Haltestellen anbieten zu können.
Text: Christian Solar - Lizenz: CC BY-SA 4.0