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future! (D)

future! - die jugendpartei

1. Soll eher die Verdichtung des Wohnraumes in Städten oder das ländliche Wohnen gefördert werden?
Jeder sollte selbst entscheiden, wo er wohnen möchte, ob im ländlichen Raum oder in einem städtischen Gebiet. Allerdings muss bei dieser Entwicklung darauf geachtet werden, dass es nicht zu einer weiteren Zersiedlung der Fläche kommt, um Rückzugsgebiete zu erhalten. Es ist deshalb ökologisch sinnvoller, das Wohnen in der Stadt zu fördern, ohne dabei eine zu starke Verdichtung hervorzurufen, weil diese wiederum zu starken sozialen Problemen führen kann, wie es in Großwohngebieten immer wieder deutlich wird.

2. Was soll beim Bau von neuen Stadtteilen beachtet werden?
Neue Stadtteile dürfen nicht nur Schlafstädte sein, sie müssen auch Zentren für Arbeit und Freizeit werden. Die Infrastruktur eines Stadtteiles darf nicht um ihrer selbst willen errichtet werden, sie muss den Bedürfnissen der Menschen entsprechen. Dies betrifft sowohl Freizeitanlagen, also Grünanlagen, Spiel- und Sportplätze als auch die Anbindung an das öffentliche Nahverkehrsnetz und den Bau von Strassen und Wegen. Dieses gilt ebenso für Stadtteile, die nicht diesen Anforderungen entsprechen, sie müssen umgebaut werden.

3. Wie soll bei der Pflege und Entwicklung der Innenstädte vorgegangen werden?
Die Pflege der Innenstädte wird auch zukünftig ein Schwerpunkt der Stadtplanung bleiben. Sie bilden den Mittelpunkt einer Stadt und sind hauptsächlich Dreh- und Angelpunkt städtischen Lebens. Die Entwicklung und Gestaltung der Innenstädte muss unter Einbeziehung der Bewohner und Geschäftsinhaber geplant und umgesetzt werden. Dabei sieht "future!" die Ziele in einer Förderung des ÖPNV, und einer Begrenzung des Individualverkehrs auf Zulieferer, Geschäftsinhaber und Anwohner, sowie einer Herausnahme des Durchgangsverkehres, soweit dies möglich ist. Die Etablierung von Fußgängerzonen fördert den Charakter und die Attraktivität als Einkaufszentrum, ebenso die Förderung des innerstädtischen Einzelhandels. Erhalt historischer Gebäude.

4. Soll in Zukunft etwas bei bestehenden Gewerbe- und Industriegebieten verändert werden?
Vor dem Neuanlegen von Industrie- und Gewerbegebieten muss überprüft werden, ob sich die Ziele nicht auch in bestehenden Gebieten erreichen lassen. Dies betrifft die Ausnutzung der Gewerbeflächen, die geeignete Ansiedlung von Unternehmen an diesem Ort sowie eine bessere Erschließung mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

5. Was soll mit den aus den 50ger und 60ger Jahren stammenden Trabanten- und Gartenstädten geschehen?
Diese müssem zu eigenständigen Stadtteilen um- und ausgebaut werden, entsprechend den Bedingungen für neue Stadtteile (siehe Frage 2). Dabei muss der Trend weg von sogenannten "Schlaftstädten" hin zu belebten Stadtteilzentren gehen.

6. Welche Ziele gibt es in der Wohnungspolitik?
Ziel der Wohnungspolitik muss es sein, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, dies betrifft insbesondere die Errichtung und Sanierung von familien- und kinderfreundlichen Wohnungen als auch Wohnungen für Senioren und Behinderte. Ebenfalls muss es Ziel sein, Leerstand zu minimieren. Um städtische Gebiete freundlicher zu gestalten, muss der Trend weggehen vom Einheitslook der vergangenen Jahrzehnte hin zu individuelleren und vielseitigeren Gebäudelösungen.

7. Wie soll das Leben für Kinder und Jugendliche in den Städten verbessert werden?
Das Leben von Kindern und Jugendlichen in Städten muss stark verbessert werden. Dazu dienen Schaffung und Erhalt von öffentlichen Spiel- und Sportanlagen als auch Jugendtreffs für kleine Gruppen, aber keine gewissensberuhigenden Prestigeobjekte, welche durch die Zielgruppe oft nicht angenommen werden, da sie nicht den tatsächlichen Bedürfnissen entsprechen. Deshalb brauchen Kinder und Jugendliche Freiräume, innerhalb derer sie selbst über die Ausgestaltung entscheiden können.

8. Wie soll das Leben für Senioren und Behinderte in den Städten verbessert werden?
Auch das Leben von Senioren und Behinderten muss erleichtert werden. Allzu oft behindern unnötige Barrieren diese Personenkreise in ihren Möglichkeiten. Innerstädtische Gestaltung muss sich danach richten, wie die schwächsten Glieder der Gesellschaft am besten mit ihr zurechtkommen, dies gilt für Senioren, Behinderte, Kinder und Jugendliche.

9. Was sind die Ziele beim ÖPNV und wie sollen diese finanziert werden?
Der ÖPNV muss zukünftig kostenlos angeboten werden, um eine Alternative zum motorisierten Individualverkehr zu schaffen. Die Netze müssen stark erweitert werden, auch das Umland von Städten muss einbezogen werden. Mehr Service kann durch einen funktionierenden Wettbewerb erreicht werden. Allerdings müssen dabei Bedingungen festgelegt werden, die zu einer sinnvollen Verknüpfung der Angebote aller Betreiber führen. Verspätungen und Unpünktlichkeiten müssen minimiert werden. Finanziert werden kann dies durch eine Umlage aus ökologischen Steuern, von denen Betreiber des ÖPNV allerdings befreit sein müssen. Auch Werbeeinnahmen, Sponsorengelder und staatliche Fördermittel dienen zur Finanzierung.

10. Wie sieht die Planung zum städtischem Individualverkehr aus?
Der innerstädtische motorisierte Individualverkehr sollte stark verringert werden, und nur noch für unvermeidliche Dinge freigegeben werden, wie beispielsweise Ein- und Ausfahrten der Bewohner aus und in die Stadt sowie Gütertransporte in städtische Gebiete. Im Gegenzug muss der ÖPNV qualitativ und quantitativ verstärkt werden, auch der alternative Individualverkehr, beispielsweise das Fahrrad oder Rollerskates müssen gefördert werden. Ebenfalls muss eine sinnvolle Verlagerung des Durchgangverkehrs nach ausserhalb städtischer Gebiete erfolgen. Der Verkehrsfluss muss gleichbleibend sein und darf nicht durch "Rote Wellen" oder unnötige Straßenverengungen behindert werden

Die hier wiedergegebene Meinung entspricht nicht der des Webmasters. Für die Antworten auf die Fragen ist ausschließlich die Partei verantwortlich.
Text: Christian Solar (Fragen) und future! (Antworten) - Lizenz: Proprietaer