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Bild: Yılmaz Uğurlu - Lizenz: CC BY-SA 2.0

Unter einem Aufzug versteht man eine Anlage, in der eine Kabine zwischen zwei oder mehr Ebenen Transportiert wird. Wenn die Transportrichtung nicht senkrecht ist, spricht man von einem Schrägaufzug.

Die ersten Erwähnungen von Aufzügen stammen aus dem 3. Jahrhundert vor unserer Zeit, als Archimedes Aufzüge entwarf. Während bei diesen nicht bekannt ist, ob sie auch zum Personentransport dienten, wusste man spätestens von den Aufzügen in den Arenen Roms des 1. Jahrhunderts, dass mit ihnen Gladiatoren zur Bühne gefahren wurden.

Den Durchbruch feierten Aufzüge mit der Erfindung des absturzsicheren Aufzugs durch Elisha Graves Otis im Jahr 1853. Bis dahin galten Aufzüge für zu gefährlich für den Gebrauch im Personentransport und wurde deshalb meist nur für den Gütertransport eingesetzt.

Der erste öffentlich zugängliche Aufzug wurde 1857 im Kaufhaus am Broadway 488 in New York eröffnet. Er wurde von einer Dampfmaschine angetrieben und fuhr mit einer Geschwindigkeit von 0,7 km/h.

Der erste Aufzug der als öffentliches Verkehrsmittel genutzt wurde, ist der Elevador Lacerda in Salvador (Brasilien), der 1873 in Betrieb genommen wurde. Ursprünglich wurde er mit Wasserkraft angetrieben, 1906 jedoch elektrifiziert. Heutzutage fahren durchschnittlich 33.000 Personen am Tag mit diesem Aufzug.

1880 wurde der elektrische Aufzug erfunden, 1882 der hydraulische Aufzug. 1887 wurden die automatischen Fahrstuhltüren erfunden.

1900 ging der erste vollautomatische Fahrstuhl in Betrieb. Wegen Befürchtungen der Passagiere wurde jedoch trotzdem ein Fahrstuhlführer eingesetzt. Erst durch einen Streik der Fahrstuhlführer 1945 wurden die Fahrstühle durch die Fahrgäste selbst bedient. Um Befürchtungen nicht wieder wie 1900 den Betrieb verhindern zu lassen, wurden die Fahrstühle mit einem Notfalltelefon und einem Notfall-Knopf ausgerüstet.
Text: Christian Solar - Lizenz: CC BY-SA 4.0