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Bild: Alexander Savin - Lizenz: CC BY-SA 3.0

Seilbahnen sind Bahnen bei denen Gondeln ohne feste Führung an einem oder mehreren Seilen hängend fahren.

Vorgänger der Seilbahn, bei denen die Gondel noch fest am Tragseil verankert war kannte man schon im 15. Jahrhundert.

Die erste bekannte Seilbahn, bei der die Gondel an einer Rolle unter dem Tragseil hing, wurde ca. 1563 in Südamerika in Betrieb genommen. Die Fahrgäste der bis zum Ende des 19. Jahrhunderts betriebenen Seilbahn mussten selbst am Zugseil ziehen um die Bahn anzutreiben.

Die ersten Seilbahnen mit Dratseil waren alles Güterseilbahnen. Die erste Personenseilbahn mit Stahlseilen war die Materialseilbahn Chilecito - La Mejicana, bei der sowohl Güter als auch Personen transportiert wurden. Die 35km lange Seilbahnlinie wurde 1905 in Betrieb genommen und wurde bis in die 20ger Jahre des 20. Jahrhunderts betrieben. In mehr als 6 Stunden Fahrzeit überwanden die Passagiere in einer geschlossenen viersitzigen Gondel einen Höhenunterschied von 3528m.

Seit 2012 wird in La Paz ein öffentliches Nahverkehrsnetz gebaut, welches auf Seilbahnen basiert. Bereits 2019 hatte das Seilbahnnetz eine Gesamtlänge von über 30 km und bestand aus knapp 1400 Gondeln auf 11 Linien.

Wegen der großen Geländeunabhängigkeit werden Seilbahnen bis heute vor allem in den Bergen verwendet, und dort des öfteren zum Erreichen des Berggipfels, wie z.B. bei der 2017 eröffneten Seilbahn Zugspitze.
Text: Christian Solar - Lizenz: CC BY-SA 4.0